Blog

  • Beim ersten Mal tut’s doch weh

    Heimspiel gegen Hannover 96

    Die Lilien erleben die erste Heimspiel-Niederlage der Saison gegen einen bärenstarken Gegner aus Hannover und fallen im Aufstiegsrennen zurück

    Vor dem Spiel
    Samstagabend, Topspiel am Bölle. Nachdem es den ganzen Tag wunderbaren Sonnenschein hatte, fängt es zum Abend hin an, leicht zu regnen. Beim ersten Bier witzeln wir noch, dass es an solchen Tagen in der Jugend immer die Vorgabe gab, lang, weit und flach aufs Tor zu schiessen, weil der seifige Rasen den Ball für den Torhüter schwer haltbar macht.
    Die Lilien ohne Lidberg und Klefisch (und den langzeitverletzten Marseiler), ansonsten in der erstwarteten Aufstellung (Papela offensiv im Mittelfeld).

    Das Spiel
    Die Lilien starten deutlich wacher im Vergleich zum Bielefeldspiel. Man merkt, dass man hier ein anderes Gesicht zeigen will. Allerdings steht Hannover hinten sehr stabil und kommt nach kurzen Anfangsschwierigkeiten deutlich häufiger vors Lilientor als umgekehrt. Das 1:0 für Hannover fällt dann wie vor Anpfiff besprochen und erwartet: Papela rutscht weg und kommt nicht in den Zweikampf im Mittelfeld, Fernschuss aus 25 Metern, flach ins Eck.
    Überhaupt haben einige Spieler Probleme mit der Standfestigkeit auf dem Rasen und mit dem Einstellen der Passgeschwindigkeit auf dem seifigen Rasen.
    Auffälligster Spieler ist der Hannoveraner Taibi – offensichtlich nicht mal Stammspieler – der speziell Lopez, aber im Grunde der kompletten Lilienverteidigung einige Male davonläuft (am Ende des Spiels wird er 14,5 Kilometer gelaufen sein – ein Monsterwert).
    Generell packt Hannover wieder 6 Kilometer mehr auf den Rasen als die Lilien.
    Erst als das Spiel mit 0:2 fast verloren ist, und die Lilien durchgewechselt haben (u.a. Bader auf links außen ??? und Vucotic als Stürmer auf rechts) kommen wir zu einigen Chancen. Einmal Latte und diverse gute Chancen zeugen davon, dass man mit etwas mehr Glück evtl. sogar noch einen Punkt hätte ergaunern können, den man vom Spielverlauf her natürlich Nullkommanull verdient hatte.

    Fazit
    Heute hat die bessere Mannschaft gewonnen und das war leider Hannover. Die Lilien holen aus ihrem Potential immer noch extrem viel raus, zur Zeit gelingt es aber nicht, mit Punkten und Toren die xG so überzuperformen wie in der ersten Saisonhälfte

    Das Thema „Laufen“ war hier schon in den letzten Jahren häufiger mal präsent. Seit Jahren gibt es nur wenige Spiele, in denen wir mehr oder intensiver laufen als der Gegner. Ich finde speziell diese Saison auch auffällig, dass wir besonders dann Probleme haben, wenn unsere Gegner uns im Aufbau früh und aggressiv pressen.

    Und ich habe auch zwei Anmerkungen zu Florian Kohfeld. In Summe holt er aus der Mannschaft Ergebnisse raus, die sowohl spielerisch als auch ergebnistechnisch nah am Optimum liegen. Aber er hat auch zwei Prinzipien, die uns aktuell in den letzten Spielen etwas Probleme machen.

    Erstens: Er hat eine klare Hierarchie in der Mannschaft. Seine erste Elf wird nur von Verletzungen oder Sperren geändert. Und auch die ersten Einwechselungen (also die Spieler 12 bis 15 sind relativ klar). Das geht über die Positionsexpertise. Deswegen spielt Spieler Nr. 12, Mey Papela quasi alles (außer Torwart). Und auch ein offensiver Spieler wie Marseiler wird eher nach hinten gezogen, statt einem gelernten LV wie Holland.

    Zweitens: Er gesteht seinen Stammspielern Formschwächen zu. Und auch wenn das sicher hilft, die Spieler schneller wieder in Form zu bekommen und die Sicherheit den Spielern gut tut, führt es doch dazu, dass man zum einen einige Spiele mit Spielern bestreitet, die ihrer Form hinterherlaufen (aktuell z.B. Nürnberger und Corredor) und leider kommen auch von den Einwechslungen nicht die Impulse, die sein könnten, weil die Jungs wissen, egal was ich mache, nächstes Spiel bin ich erst mal wieder draußen. (Ausnahme Vucotic, der haut sich immer volle Pulle rein).
    Nebenbei führt das leider auch dazu, dass wir wenig bis keine Neuentdeckungen (aus der Jugend z.B.) haben.

    So wie die Spieltage liegen haben die Lilien zwar immer noch alle Chancen. Nach den letzten Spielen muss man aber sagen, dass die aktuelle Form nicht wirklich nach Aufstieg schreit.

  • Keine Kraft, keine Punkte

    Auswärtsniederlage in Bielefeld

    Die Lilien präsentieren sich saft- und kraftlos und verlieren verdient mit 1:2 gegen im Abstiegskampf steckende Bielefelder, die zwar nicht hochklassig, aber mit Energie auflaufen.

    Vor dem Spiel
    Das Trainerteam hatte angekündigt, Spieler in der Reha schon früher wieder auf den Platz zu lassen als noch zu Beginn der Saison, wo man den Fokus auf langfristige Belastung gelegt hatte. So können die Lilien ziemlich aus dem Vollen schöpfen (auch wenn offensichtlich nicht alle Akteure bei 100% stehen).
    Ein bisschen Sorge macht die hohe Anzahl an Stammspielern mit aktuell 4 gelben Karten. Hier drohen im Endsport der Saison wieder Ausfälle.

    Das Restprogramm der Lilien sieht eigentlich recht komfortabel aus: Auswärts gehts zu Mannschaften, die noch gegen den Abstieg spielen. Die Konkurrenten um den Aufstieg müssen alle noch zu uns ans Bölle.

    Das Spiel
    Bielefeld beginnt druckvoll und energisch und presst früh im Aufbau der Lilien. Das wird nicht wirklich gefährlich, weil die Spieler am und im 16er nervös und hektisch werden. Im Gegenzug bekommen die Lilien im ersten Versuch einen Freistoss aus 20 Metern, den Maglica in bwährter Manier flach mit Schwung unter der Mauer durch ins Tor haut. 1:0 Führung durchaus glücklich – so ist es ja manchmal, wenn ein Team aus der Tabellenspitze bei einem Team aus den unteren Regionen antritt.

    Leider führt die frühe Führung nicht dazu, dass die Lilien weiter aktiv nach vorne spielen um das Ding klar zu ziehen. Man spielt entspannt hinten rum und lässt Bielefeld die aktive Rolle.

    Folgerichtig fallen in der zweiten Halbzeit dann zwei Tore für Bielefeld – auch ein Team, dass viele Chancen für ein Tor braucht, trifft halt mal, wenn man ihm zu viele Chancen lässt.

    Fazit
    Die Lilien scheinen der Situation aktuell mental nicht sauber begegnen zu können. Zu wenig Energie, zu wenig Überzeugung in die eigene Handlungsfähigkeit. Natürlich ist die zweite Liga leistungsmäßig sehr eng beieinander und Bielefeld steigt nach dem Sieg bis auf Platz 11 in der Liga – man muss allerdings auch sagen: Mit einem Auftritt wie heute muss man über das Thema Aufstieg und Bundesliga nicht einmal nachdenken.
    Dass sich mit Lidberg und Klefisch gleich zwei Spieler die 5 Gelbe Karte abholen und nun gegen Hannover ausfallen passt zu diesem gebrauchten Tag.

  • Pflichtaufgabe erfüllt

    25. Spieltag. Heimsieg gegen Holstein Kiel

    Die Lilien gewinnen ein Spiel, dass in der ersten Hälfte ziemlich ausgeglichen war. In Überzahl ziehen die Lilien das Ding dann ziemlich souverän und mit 2:0 fast noch ein Tor zu niedrig.

    Vor der Spiel
    Pünktlich zur letzten Saisonphase wird es dünner in der Personaldecke der Lilien. Bader und Bialek fallen schon länger aus. Nürnberger, Hornby, Corredor sind krank. Pfeiffer fehlt nach seiner roten Karte aus dem Dresdenspiel.
    Gegner Kiel erinnert ein bisschen an uns in der letzten Saison: Als Absteiger vom Potential der Spieler sicher besser als der Tabellenplatz aussagt. Trainer getauscht. Gute Anlage, aber deutliche Unterperformance bei Toren und Punkten.

    Das Spiel
    Marseiler beginnt hinten links, Papela davor. Richter auf der 10. Vucotic und Maglica in der IV. Auf der Bank dann aber wirklich nur noch Ergänzungsspieler, die im bisherigen Saisonverlauf noch wenig zeigen konnten. Die Lilien beginnen gut, aber Kiel zeigt sich ballsicher und stabil. Große Chancen bleiben hüben wir drüber Mangelware. Wie im letzten Spiel ist der Knackpunkt ein Platzverweis noch in der ersten Hälfte, diesmal halt für den Gegner. Da der Spieler allerdings einer von zwei Stürmern war, bleibt Kiel auch in Unterzahl hinten stabil und es geht mit 0:0 in die Pause. Nach Wiederanpfiff stellt Kohfeld um: Petretta kommt auf Links, hinten wird auf Viererkette umgestellt und schnell steht es 2:0. Dazu kommen noch ein Pfostenknaller von Schmidt und die eine oder andere gute Chance. In Summe wird Kiel nicht mehr wirklich gefährlich und die Lilien bleiben zuhause ungeschlagen.

    Fazit
    Wenn wir in der letzten Saison unter unserem Potential geblieben sind, so sind wir diese Saison deutlich drüber. In den letzten Spielen war es häufig so, dass es bei 11 gegen 11 auf dem Feld doch recht ausgeglichen aussah – und die Lilien das Ding am Ende doch ziehen konnten. Aktuell Platz 2, mal sehen, wie lange die Phase noch anhält.

  • Schwach gestartet, stark verbessert

    19.Spieltag, Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin

    Die Lilien holen einen Auswärtspunkt in Berlin in einem Spiel mit zwei gegensätzlichen Halbzeiten. Erste Halbzeit katastrophal, die zweite dagegen sehr gut.

    Vor dem Spiel
    Winterneuzugang Schmidt in der Startelf. Für ihn muss Klefisch weichen. Außerdem Nürnberger wieder fit auf links, Papela bleibt auf der Bank.

    Spielverlauf
    Es ist kalt in der Berlin. Und die Darmstädter Beine wirken in der Anfangsphase wie eingefroren. Berlin aktiv, aggressiv und präsent. Die Lilien fahrig und ungenau. Da die außenspieler Nürnberger und Lopez sehr hoch stehen, fliegt uns das schon in Minute 2 um die Ohren. Ein zu lascher Ball von Pfeiffer auf außen wird abgefangen. Schmidt kommt nicht in den zweikampf und in der Mitte steht Resse alleine, weil Nürnberger weit zurücklaufen muss. Schuhen ohne Chance, 1:0. Noch in der Anfangsviertelstunde fällt das 2:0, diesmal mißlingt wieder einmal der kleinteilige Aufbau unter Gegnerdruck (wie schon gegen Bochum). Maglica ohne Kraft und Zielwasser an die Strafraumkante. Ball abgefangen, Finte, Schuss, Tor. Auf dem Feld wurde es nicht besser, aber Hertha zeigte sich nicht mehr so effizient im Vollenden der Chancen. Die Lilien hatten zwei gute Szenen, beide eingeleitet von Marseiler. Einmal erläuft er einen Rückpass der Berliner, schließt aber überhastet selbst ab, statt auf Lidberg zurückzulegen. Und einmal läuft er mit dem Ball wieder aus dem Strafraum raus. Glücklicherweise wird er daran durch ein langes Berliner Bein gehindert – der erste Elfer dieser Saison ist da. Hornby macht das souverän. Und nach einer Halbzeit, bei der sich die Lilien nicht hätten beschweren dürfen, wenn es 0:4 gestanden hätte, stand es nur 1:2.
    In der zweiten Halbzeit machte Berlin dann immer weniger, die Lilien näherten sich an. Ein genialer Ball von Schmidt hinter die Kette findet Lopez. Dessen Hereingabe wird von Hornby veredelt. Ausgleich. Die Lilien sind jetzt am Drücker. Berlin nur noch sporadisch am Ball und gar nicht mehr gefährlich. Nach einer Ecke startet Marseiler am eigenen 16er mit dem Ball. Auf höhe der Mittellinie wird er rüde von hinten gefoult. Glatt rot für Berlin, Überzahl für 20 Minuten. Bis auf einen Kopfball an die Unterkante der Latte durch Lidberg bleiben die ganz großen Chancen aus.

    Fazit
    Trotz der guten Tabellensituation haben die Lilien doch immer wieder eine wirklich schlechte Halbzeit drin. Weil sie sich dann doch zusammenreissen, reicht es dann doch mal wieder zum Unentschieden. Im Vergleich zum Herbst des Vorjahres ist man also trotz Rückschlägen mental deutlich stabiler.



  • Bölle stabil

    19.Spieltag. Heimspiel gegen Nürnberg

    Die Lilien holen souverän 3 Heimpunkte. Nürnberg zeigt sich als aktiver und ballgewandter Gegner. Die Lilien können die ganz großen Chancen allerdings verhindern – wenn kommen die Schüsse aus der zweiten Reihe und sind leichtes Spiel für Schuhen.

    Vor dem Spiel
    Kurz vor Buchschluss legt Fernie doch noch einmal nach und kann mit Niklas Schmidt (aus Frankreich) einen weiteren Spieler der Kategorie Förster bzw. Boetius an Land ziehen. Hohe Qualität, aber durch lange Verletzungspause für die Lilien erreichbar. Wenn er fit wird sicher eine echte Verstärkung. Außerdem kommt mit Petretta ein RV aus der MLS. Gleichzeitig werden zwei Spieler verliehen. Paul Will geht nach Fürth und Klassen nach Graz.
    Weil Nürnberger zwar zurück im Kader, aber noch nicht fit für 90 Minuten ist und Holland kurzfristig erkrankt absagt stellt Kohfeld Mey Papela auf hinten links.
    Dafür, dass wir eigentlich zwei Systeme spielen können sollen und einen breiten Kader haben, kommt es doch in schöner Regelmäßigkeit dazu, dass Spieler auf für sie komplett neuen Positionen spielen müssen. Offensichtlich hat Kohfeld mehr Vertrauen in die Spieler, die er in der Rangliste weiter vorne sieht als in der Positionsexpertise

    Der Spielverlauf
    Die ersten fünf Minuten zeigen das gewohnte Bild. Die Lilien kommen gut rein, drücken Nürnberg hinten rein, nähern sich dem Tor an, ohne richtig gefährlich zu werden. Aber noch in den ersten 10 Minuten ändert sich die Lage auf dem Feld. Nürnberg ist sehr ballsicher, befreit sich häufig gut und kommt mehrfach zu Chancen. Diese sind nicht aus dem höchsten Regal und gehen entweder vorbei oder sind leichtes Spiel für Schuhen, aber anders als in vielen Heimspielen dieser Saison fehlt den Lilien jede Dominanz.
    In der zweiten Halbzeit sieht das dann schon besser aus. Natürlich auch begünstigt durch die beiden Tore. Das erste fällt nach einer Ecke (das ist eine Spezialität diese Saison, auch wenn diesmal nicht die langen Kerls per Kopf, sondern Akiyama von der Strafraumkante treffen). Das zweite fällt nach einer Nürnberger Ecke. Marseiler startet am eigenen 16er, der von Pfeiffer geklärte Ball wird von Richter hoch und weit in die Nürnberger Hälfte gespielt und Ex-Lilie Justvan lässt sich von Marseiler abkochen. Da dieser den Ball nicht auf den mitgelaufenen Richter spielt, sondern über den Torhüter lupft krönt er seine starke Leistung an diesem Abend (Spieler des Spiels) mit einem Tor.

    In unaufgeregten News: Die Lilien sind diese Saison zu Hause eine Macht und fahren letztendlich souverän die nächsten 3 Punkte ein. Aktuell heisst das 37 Punkte und Platz 2. Selbst Berufspessimisten können damit den Blick nach unten in der Tabelle einstellen und sich ganz auf den Aufstiegskampf konzentrieren.

  • No Hornby, no pressing

    18. Spieltag. Auswärtsspiel in Bochum

    Die Lilien holen einen Punkt in Bochum. Das 3:3 ist rasant und für den Zuschauer schön anzusehen.

    Vor dem Spiel
    Die Rückrunde startet und der Lilienkader hat sich kaum verändert. Dreskovic wird verliehen, Verstärkungen gibt es (noch) nicht. Das Trainingslager verläuft ereignisarm (zwei Spiele gegen Drittligist Wehen, eine Niederlage mit der B-Mannschaft, ein knapper Sieg mit der A-Mannschaft).
    Der Gegner aus Bochum hat sich nach dem Trainerwechsel stabilisiert und ist nominell ja eh besser besetzt als es der Tabellenplatz aussagt.

    Spielverlauf
    Die Lilien beginnen forsch, die erste richtig gute Chance hat Marseiler noch in der ersten Minute. Das erste Lilientor erzielt Hornby mit einer tollen Volleyabnahme nach hohem Pass vom Richter in der 7. Minute. Leider zeigen sich die Lilien defensiv fahrig. Erst lässt sich Lopez bei einem hohen Ball hinter die Kette düpieren und nur 5 Minuten später spielt Richter beim Versuch sich mit klein-klein aus der defensive zu befreien einen Pass in die Füße von Hofmann (natürlich!). 2:1 Bochum.
    Aber die Lilien lassen sich davon nicht beirren – Lopez macht seinen Fehler wieder gut durch einen starken Lauf auf der rechten Seite und der Vorlage auf Lidberg zum 2:2.
    Die erneute Lilienführung besorgt Marseiler nach einem schnell ausgeführten langen Freistoss von Pfeiffer (den Ball haben wir die Saison schon mehrfach gesehen, brutale Waffe!). Dass es nicht für 3 Punkte reicht, liegt daran, dass die Lilien in der zweiten Halbzeit Ball und Spielanteile an Bochum abgeben und eine situation dann eben hinten reinfällt.
    Es fällt schon auf, wie abhängig das Gegenpressing von Hornby ist – spätestens nach seiner Auswechslung ging nicht mehr viel nach vorne.

  • Winterpause ohne Überraschungen

    Gute Laune im Trainingslager, keine Abgänge aus dem Kader der Stammspieler. Keine Neuen. Keine schweren Verletzungen. Eine sehr langweilige Winterpause, die nach der sehr guten Vorrunde ein deutliches Zeichen setzt: Weiter so, Jungs.

  • Stabil im Flutlicht

    Heimspiel gegen Karlsruhe

    Die Lilien gewinnen ein überlegen geführtes Spiel gegen den KSC „nur“ mit 3:2, weil sie vorne einiges liegenlassen und hinten zwei Mal pennen.

    Vor dem Spiel
    Heimlich, still und leise haben die Lilien sich an die Aufstiegsplätze rangepirscht. Die letzte Niederlage ist schon etwas her – mit einem Heimsieg gegen den KSC winkt Tabellenplatz 3.
    Der KSC kommt mit vier Ex-Lilien. Rapp, Franke, Förster und Müller kehren zurück an die alte Wirkungsstätte.

    Das Spiel
    Von Beginn an spielt heute nur eine Mannschaft – der SV Darmstadt 98. Lidberg köpft knapp vorbei, Marseiler wird einmal geblockt und schlenzt den Ball einmal freistehend über den Kasten. Der KSC sehr passiv. Alleine Förster spielt deutlich offensiver als bei uns und ist viel unterwegs im Anlaufen. Es kommt also, wie es kommen muss – den ersten Eckball der Karlsruher köpft Maglica unglücklich ins eigene Tor.
    Die Lilien spielen aber stur weiter nach vorne und kommen nach einer schönen Einzelleistung von Marseiler zu einem Freistoss an der Strafraumkante. Marco Richter hämmert das Ding in den Winkel. Premientreffer im Lilientrikot. Belohnung für eine gute erste Hälfte und einige gefährliche Standards.

    Nach der Halbzeit bleiben die Lilien direkt dran. Lidberg steht da, wo ein Torjäger stehen muss. Humorlos 2:1.
    Auch wenn Lopez das Spiel dann doch noch mal unnötig spannend macht, weil er einen Ball unglücklich annimmt und Schleusener den Ausgleich macht, bleibt die Laune auf der Tribüne entspannt. Zu dominant sind die Lilien am heutigen Tag, als dass man sich hier größere Sorgen machen müsste. Nur wenige Minuten später macht Maglica das 3:2 nach einem Freistoss den Lidberg stark rausholte.

    Fazit
    Die Mannschaft ist inzwischen zusammengewachsen. Auch Rückschläge werfen uns mental nicht mehr so stark um, wie in der letzten Saison oder noch zu Saisonbeginn. Wenn die Mannschaft die starke Form in die Rückrunde mitnehmen kann, könnten die Jungs auch in der Frage Aufstieg bis zum Ende mitreden können.

  • Eines Tages wird’s geschehn…

    DFB-Pokal Achtelfinale in Freiburg

    …und dann fahren wir ins Viertelfinale um den SVD zu sehn. Allerdings nicht diese Saison, denn die Lilien scheiden relativ unaufgeregt nach einer 2:0 Niederlage in Freiburg aus.

    Vor dem Spiel
    Der Pokalwettbewerb in dieser Saison geizt mit den ganz großen Überraschungen. So sind dieses Jahr nur noch Erst- und Zweiligisten im Achtelfinale. Einfache Lose gabs quasi nicht und der SC Freiburg ist im Pokal sogar so etwas wie ein Lieblingsgegner. Zwei Partien, beide gingen an die Lilien.

    Das Spiel
    Hornby und Nürnberger fehlen verletzt bzw. erkrankt. Lopez nur auf der Bank. Stattdessen starten Richter, Papela und Bader.

    Die Lilien lassen Freiburg erst einmal den Ball und stehen hinten sicher. In der Defensive sieht das eher nach 5-4-1 aus. In der Folge ist die erste Halbzeit ziemlich langweilig, weil kohfelds Plan aufgeht: Freiburg hat zwar den Ball, kommt aber nicht zu Chancen. Die Lilien haben den Ball eher nicht, den einen Konter bringt Bader schön aufs Tor, aber der Torhüter hält. Dass es mit 1:0 in die Pause geht liegt an einer starken Einzelleistung von Manzambi (in der Liga in Topform), der Pfeiffer im 16er entwischt und beim Rettungsversuch am Fuss getroffen wird. Der Elfmeter wird unhaltbar verwandelt. Dumm gelaufen.

    Die zweite Halbzeit sieht etwas mutiger anlaufende Darmstädter (weil wir jetzt müssen und Freiburg nicht mehr zwingend muss). Richtig gefährlich wird’s aber immer noch nicht. Dann wechselt Kohfeld für die letzte halbe Stunde doppelt und zwei Minuten später kombiniert Freiburg sich durch die Mitte. 2:0.

    Auf der Chancenseite der Lilien stehen 3 Kopfballchancen nach Ecke durch Maglica. Alle werden vom Keeper gehalten.

    Auf der Sollseite gibt es noch einen weiteren Elfmeter nach VAR (ans Lattenkreuz verschossen), ein Abseitstor und eine gelb-rote Karte in der 89 Minute für Maglica.

    In Summe teuer verkauft. Aber es gelingt auch das ganze Spiel nicht, die sehr stabil und konzentriert auftretenden Freiburger richtig zu stressen. Nach dem Spielverlauf fährt man dann relativ unaufgeregt nach Hause. Leider keine eigenen Gesetze im Pokal dieses Jahr.

  • Über elvers Berge müsst ihr gehn…

    Auswärtsspiel in Elversberg

    Gerechte Punkteteilung zwischen zwei guten Mannschaften. Die Lilien sind zwar die aktivere Mannschaft, aber nach Großchancen liegen beide Mannschaften gleichauf. Da heute beide Torhüter ihre weisse Weste behalten, gibt es einen Punkt für jeden.

    Vor dem Spiel
    Seit dem Wiederaufstieg von Elversberg war die „Elv“ kein guter Gegner für den Sportverein. Es hagelte gleich mehrere deutliche Niederlagen. Kohfeld setzte trotzdem auf die nominell offensivere Variante der Viererkette. Vukotic spielt auf der IV.

    Das Spiel
    Elversberg gehört zu den Mannschaften in der Liga, die gerne den Ball haben. Häufig hat man mehr Ballbesitz als der Gegner. Zum Start des Spiel sah es jedoch genau anders rum aus: Die Lilien gingen früh drauf und kamen auch schon in den ersten 12 Minuten zu zwei echten Hochkarätern – sowohl Corredor als auch Lidberg bringen den Ball nicht im Tor unter. Der Ball von Lidberg geht vom Torhüter an die Unterkante der Latte und springt dann zurück ins Feld.
    Das kleine Stadion in Elversberg wird aktuell umgebaut. In Verbindung mit dem Stimmungsboykott der aktiven Fanszene in den ersten 12 Minuten gibt es so echte Bolzplatz-atmosphäre bei der man die zwischenrufe der Trainer über die Stadionmicros hören kann.
    Danach meldet sich auch Elversberg vorne an. Aufs Tor kommt aber kein Ball, so dass man mit 0:0 in die Halbzeit geht.
    Der Ball läuft gut bei beiden Mannschaften, wirklich gefährlich wird es aber nur vereinzelt.
    Für die Lilien bleibt am Ende ein Auswärtspunkt und kleine Sorgenfalten wegen der verletzungsbedingten Auswechslung von Hornby und Lopez. Während für Letzteren mit Bader adäquater Ersatz bereitsteht, bedeutet der Ausfall von Hornby etwas mehr Kopfzerbrechen. Der für ihn eingewechselte Richter konnte nicht ganz an die Qualität von Hornby anknüpfen.