Autor: Machste Nocheins

  • What Zee Fuik

    3 Spieltag. Heimspiel gegen Hertha BSC

    Ein 0:0 der besseren Sorte. Lilien mit mehr Ballbesitz, Berlin will erst mal sicher stehen. Chancen auf beiden Seiten, aber wenn nicht der Pfosten im Weg ist, geht die Fahne für Abseits hoch.

    Clemens Riedel fehlt im Kader weil er „kurz vor einem Wechsel“ steht. Taktisch bleibt Kohfeld aber bei der Viererkette aus dem ersten Heimspiel. Die Position rechts hinten wird (da Riedel nicht verfügbar und Bader und Lopez noch nicht fit) von Mey Papela besetzt. Und offensiv beginnt Corredor statt Marseiler (Corredor links und Richter wechselt dafür auf rechts).

    Schnell wird klar, dass Kohfeld sich hier bei zwei Dingen verschätzt hat: Erstens beginnt Hertha nach dem durchwachsenen Saisonbeginn sehr passiv und macht erst einmal hinten zu und überlässt den Lilien den Ball. Und zweitens fremdelt Mey mit der neuen Rolle deutlich stärker als Riedel das im ersten Saisonspiel tat. Ein ums andere Mal verpasst Mey das Timing zum Rausrücken oder zurück sichern und ihm fehlt auch ein bisschen die Geschwindigkeit um mit den sehr flinken Krattenmacher oder Reese in Sprintduelle zu gehen.

    So kommt es in der ersten Halbzeit zu einem flotten Spiel in dem die Lilien den Ball haben und Berlin schnell kontert und so zu einigen wirklich guten Chancen kommt. Ein Tor von Lidberg wird nach recht deutlichem Abseits nicht anerkannt.

    Mitte der zweiten Halbzeit korrigiert Kohfeld seine Taktik, stellt auf Dreierkette um und Mey wechselt auf die 6. Spätestens jetzt läuft das Spiel nur noch in eine Richtung und zwar auf das Berliner Tor. So richtig gefährlich wird es allerdings nicht, weil heute die Standards nicht zünden.

    Erst in der Nachspielzeit gibt’s noch mal etwas Aufregung. Nach einer schönen Freistoßvariante prüft Corredor den Berliner Torhüter, im Anschluss spielt ein Berliner den Ball klar mit der Hand. Elfmeter gibt’s nicht, weil kurze Entfernung, keine Absicht, diesdas – der Kommentator der Sportschau ist (wie Kohfeld in der PK und ich auf der Gegengerade) eher anderer Meinung.

    Und dann hat auch die Hertha noch einen 100% in Person Fabian Reese auf dem Fuss. Knapp vorbei, Glück gehabt.

    So bleiben wir auch im vierten Spiel (inkl. Pokal) ungeschlagen. Ich hoffe sehr, dass Bader und Lopez endlich wieder fit werden, damit wir hier stabiler stehen.

  • Durch die Knochen-Lohmühle

    DFB-Pokal, 1. Runde. Vfb Lübeck

    Ein typisches Pokalspiel in dem der Underdog gerade zu Beginn mit hohem Kraft- und Laufeinsatz ordentlich Alarm macht und in dem sich der Favorit letztendlich souverän durchsetzt.

    Florian Kohfeld ist offensichtlich ein Fan einer klaren Stamm-11. So gibt es auch im Pokal gegen einen Regionalligisten nur zwei Anpassungen in der Aufstellung: Corredor für Akiyama und Maglica für Riedel sind dann die etwas offensivere Version in Erwartung der klar verteilten Ansprüche an Favorit und Herausforderer.

    Die ersten Minuten sehen einen guten Schuss von Marseiler und ansonsten übernimmt in den ersten 20 Minuten Lübeck das Heft des Handelns. Die Lilien schauen sich das relativ entspannt an und dank des wichtigsten Neuzugangs der neuen Saison, der Stärke bei Standards, gehen wir dann auch bald 1:0 in Führung. Zwischen Minute 20 und 90 spielen sich die Lilien den Ball hin und her, irgendwann zwischendrin flankt (der eingewechselte) Riedel auf Hornby, 2:0. Messe gelesen.

    Dann wechselt Kohfeld doch noch ein bisschen. Furukawa und Bialek bekommen ihre ersten Minuten für die Lilien. Bialek hat auch ein zwei gute Szenen allerdings ohne direkte Gefahr für das Tor.

    Für alle Beteiligten etwas überraschend wird es dann in der Nachspielzeit noch mal unangenehm. Lübeck spielt per Doppelpass durchs Zentrum und trifft zum Anschlusstreffer. In der anschließenden Hektik gibt es noch einige harte Fouls (Hornby geht noch verletzt vom Feld und Klefisch wird rotwürdig über dem Knöchel getroffen). Aber zu Chancen kommen weder die Heim- noch die Gastmannschaft. Abpfiff. Und während die Spieler sich auf den Boden setzen verweigert die Lübecker Bank Florian Kohfeld den Handschlag nach dem Spiel. Nunja.

    Im Gegensatz zu den beiden Ligaspielen war das weniger begeisternd, aber letztendlich souverän runtergespielt. Die zweite Runde im Pokal ist erreicht (diese Runde war ja eh arm an den ganzen großen Überraschungen). Weiter gehts.

  • Quo vadis Clemens?

    Ich bin großer Fan von Clemens Riedel. Ein Spieler, der sich aus der eigenen Jugend kommend so stark in unserem Team etabliert hat, dass er in der letzten Saison in Abwesenheit von Fabi Holland sogar die Kapitänsbinde getragen hat. Hinten stabil, schnell und mit einem guten Ball in der Spieleröffnung.

    Es gibt nur einen Grund, warum ich mit dem Kauf des neuen (und sehr geilen) Trikots dieses Jahr noch warte: Ich bin unsicher, ob ich „Riedel“ auf den Rücken flocken lassen soll. Sein Vertrag läuft nächste Saison aus und der ehemalige U19 Nationalspieler ist inzwischen 22 Jahre alt. Eigentlich müsste Clemens nach den Gesetzen des Fußballs unseren Sportverein noch in diesem Sommer verlassen, wenn a) der Verein noch etwas Ablöse genieren will und b) wenn Clemens doch noch den Sprung vom Stammspieler 2. Liga in die Bundesliga schaffen will.

    Der Verein hat auch schon vorgesorgt: Mit Paddy Pfeiffer ist ein gestandener Innenverteidiger geholt worden. Mit Dreskovic und Maglica sind Backups da. Die Kapitänsbinde und den Platz im Mannschaftsrat hat Clemens Riedel verloren – der Verein begründet das auch damit, dass nicht klar ist, ob Clemens die Runde noch bei uns spielt.

    Allerdings: So richtig heisse Gerüchte gibt es offenbar nicht. Der 1.FC Köln hatte Bedarf, ein Wechsel nach Köln war allerdings schon im Frühsommer unwahrscheinlich geworden, nachdem Riedel sich im Urlaub im Trikot von Mönchengladbach hat erwischen lassen. Inzwischen hat der effzeh die Stelle besetzt: van den Berg kommt für 10 Mio aus England.

    Beim ersten Saisonspiel bilden Pfeiffer und Vucotic die IV. Bleibt Riedel nun nur die Bank? Für mich sehr überraschend steht er zusätzlich auf dem Feld. Auf rechts außen statt dem kurzfristig ausgefallenen Lopez und vor dem noch nicht fitten Bader. Meine Überraschung wuchs noch weiter: Der Junge macht auf rechts sein bestes Spiel seit Monaten. Fast so, als wenn mit der Binde auch eine Last von ihm abgefallen wäre. In der Form wird es schwer für Bader und Lopez an ihm vorbei zu kommen (wenigstens in Spielen gegen Gegner, bei denen der Schwerpunkt auf defensive liegt – offensiv sind Bader und Lopez sicher noch mal effektiver).

    Und nun? Als IV in die Bundesliga? Oder wird gar verlängert und der Sportverein gewinnt Variabilität in der Defensive? So sehr ich Clemens wünsche, dass er in der Bundesliga richtig durchstartet – ne feste Größe in einer guten Runde mit dem Sportverein wäre auch sehr geil. Und ich bekäme mein Trikot mit dem Namen Riedel

  • So fühlt sich das also an

    2. Spieltag: Auswärtssieg in Nürnberg

    Vor dem Spiel
    Es ist zwar erst der zweite Spieltag, aber die Stimmung in den beiden Mannschaften könnte gegenteiliger nicht sein. Nach der guten Vorsaison mit einigen Ambitionen in die Runde gegangen hatte der Club im ersten Saisonspiel nach mäßiger Leistung unglücklich in der letzten Minute mit 0:1 verloren – und die Lilien, nach der wechselhaften Vorsaison eigentlich nur mit dem Anspruch eine ruhigere Saison zu spielen, grüßten nach dem überzeugenden und hoch ausgefallenen Heimsieg von der Tabellenspitze.
    Große Änderungen im Team gab es nicht – warum auch, lief doch gut.

    Das Spiel
    Das Spiel war dann relativ langweilig – auf beiden Seiten gab es in 90 Minuten nur 2-3 wirklich gute Chancen, teils nach Ecken. Ansonsten dümpelte das Spiel im Mittelfeld vor sich hin. Beide Mannschaften liefen auch nur knapp über 100 km und es gab wenige Karten; ein Zeichen dafür, dass es weder besonders schnell und viel hin und her ging und auch nicht wirklich verbissen gespielt wurde.
    Also eigentlich ein typisches 0:0 Spiel mit dem am Ende beide zufrieden wären. In der letzten Saison hätten wir das Ding also 0:2 verloren (0:1 in der 79. nach Ecke und 0:2 in der 92 nach Konter). Dies Mal lief es anders rum. Wir laufen hoch an. Der Nürnberger Torhüter schlägt den Ball in der 94. einfach nach vorne. Auf Vukotic (der diesen hohen Ball genau so gewinnt wie alle anderen hohen Bälle im Spiel – wenn er den Zweikampf verliert, dann am Boden). Der Ball kommt auf Hornby, der das macht, was ein 10er in dieser Situation machen muss: Mit dem Kopf in den Lauf von Corredor. Und der macht das Tor. Jubel. Abpfiff. Drei Punkte in der Fremde.

    Fazit
    6 Punkte zum Saisonstart sind ne Wucht und geben Ruhe und gute Laune für die nächsten Spiele. Es gibt keine großen Verletzungssorgen, zwar sind noch nicht alle auf Spieltemperatur aber Kohfeld hat demnächst eher die Qual der Wahl.

  • Ein Start nach Maß

    Ein Start nach Maß

    1 Spieltag. Heimspiel gegen den Vfl Bochum

    Vor dem Spiel
    Es ist schon etwas länger her, dass die Lilien mit einem eingespielten und vereinzelt aufgefrischten Kader durch eine Sommerpause gegangen sind. So richtig schmerzhafte Abgänge gabs noch nicht (selbst die mit Wechselspekulationen bedachten Lidberg und Riedel sind noch da und standen auch in der Startelf gegen Bochum.
    Die Liga hat mit Köln und Hamburg im Sommer zwei ihrer „großen Favoriten“ verloren – die Absteiger Bochum und Kiel kommen zwar mit Qualität, aber nicht mit der Vorgabe „muss die Liga in Grund und Boden spielen“. Von unten kommen Teams wie Bielefeld, die ihre Pokalfinalteilnahme direkt in Beine für die neue Saison verwendet haben (z.B. Marvin Mehlem). Das alles macht die Liga noch ausgeglichener als sie eh schon traditionell ist.
    Das erste Spiel der Saison ist dabei dann für alle eine durchaus spannende Positionsbestimmung – wie sortiert sich das Feld. Bei einem Gegner wie Bochum, die mit einem sehr hohen Kaderwert aber auch einigen neuen auf dem Feld antreten ist es meist besser, man erwischt sie früh in der Saison, wenn die Abläufe vielleicht noch nicht ganz rund laufen.

    Spielverlauf
    Bei der Aufstellung gibt’s gleich die erste Überraschung. Die IV wird zwar wie erwartet von Pfeiffer und Vukotic gebildet. Der letztjährige Kapitän Riedel wandert aber nicht auf die Bank sondern auf die rechte Seite auf der Bader wegen Trainigsrückstand und Lopez nach kurzfristiger Verletzung ausfielen.
    Auf der Doppelsechs Akyama mit Klefisch. Marco Richter auf links und Marseiler auf rechts. Ganz vorne Hornby und Lidberg.
    Vom Anpfiff weg wird deutlich, welches Team eingespielt ist (die Lilien) und wer zwar Qualität am Ball aber wenig funktionierende Abläufe hat (Bochum). Besonders auffällig: die neue rechte Seite. Clemens Riedel auf neue Position mit einer Megaleistung – fast so, als wenn die abgegebene Kapitänsbinde mental eine Befreiung für ihn war. Beide Tore in der ersten Halbzeit werden von Riedel mit feinem Pass eingeleitet: Erst auf Hornby, beim zweiten quer auf Richter. Marseiler spielt dem zwei Köpfe größeren Strompf mehrfach Knoten in die Beine. Hinten ist Schuhen zwei mal Spitze und einmal chancenlos beim Gegentor. Bochum mit einigen Ecken – die aber allesamt ohne Gefahr bleiben, weil Pfeiffer und Vukotic ausnahmslos alles wegköpfen, was hoch in den Strafraum kommt.
    Bei den Lilien ist zusätzlich eine Qualität zurück, die wir in den letzten zwei Jahren stark vermisst haben: Die Standard-Stärke. Alle Ecken und Freistöße von Nürnberger kommen auf den Punkt. Belohnt mit zwei Toren und einem Pfostentreffer.

    Fazit
    Das hat Spaß gemacht. Lidberg effektiv und effizient. Mit dem Selbstverständnis und selbstvertrauen, das ein Stürmer hat, wenn’s läuft. Hornby in leicht zurückgezogener Position immer wieder schnell nach vorne. Pfeiffer als wäre er nie weg gewesen. Marseiler schnell und giftig. Riedel auf neuer Position extrem effektiv. Die beiden Neuen (Akyama und Richter) brauchten ein paar Minuten um anzukommen, arbeiten sich aber rein ins Spiel. Die ersten 3 Punkte sind im Sack und man kann die nächsten (auch nicht leichten) Aufgaben etwas entspannter angehen.

  • Hello again.

    19. Spieltag. SC Paderborn.

    Das erste Heimspiel im Jahr 2025 sollte gleich ein bisschen die Richtung weisen. In dieser engen 2. Liga, bei der die ersten 10 Mannschaften nur wenige Punkte auseinanderliegen war klar: Mit einem Heimsieg gegen Paderborn sind die Lilien in der oberen Tabellenhälfte dabei. Mit einer Niederlage steckt man im Niemandsland der Tabelle fest. 9 Punkte nach oben, 10 nach unten.

    Lidberg immer noch verletzt, ansonsten spielt die aktuelle erste Elf. Marseiler im Sturm statt Vilhelmsson, alles also recht erwartbar.

    Im Stadion schien die Sonne, aber es wehte ein wirklich frostiger Wind und das Geschehen auf dem Rasen lieferte leider keine Anlässe zum Aufspringen und Jubeln. Zwei disziplinierte Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld.

    Paderborn mit den zwei Ex-Lilien Mehlem und Platte mit viel Laufbereitschaft aber keinen gefährlichen Szenen aus dem Spiel heraus. Dafür gabs ein halbes Duzend Ecken allein in der ersten Halbzeit. Diese waren leider allesamt gefährlich, schon in der 3 Minute liegt der Ball im Lilientor, zählt allerdings nicht, weil der Torschütze mit der Hand am Ball war. Die 0:1 Führung für Paderborn dann auch mit Ansage: Ecke, Mehlem auf Platte. Tja. Beide ohne Jubel, die Paderborner Fans auch nicht zu hören, wirkte schon auch ein bisschen skurril, dass das Tor wirklich gefallen war.
    Kurz darauf musste Felix Platte dann auf der Trage vom Feld gebracht werden, auch die Halbzeitpause dauerte ein paar Minuten länger. Ich hoffe sehr, dass es nichts schlimmeres ist. Der arme Kerl und der Darmstädter Rasen, irgendwie keine gute Kombination.

    In der zweiten Hälfte Darmstadt aktiver und mit mehr Ballbesitz, allerdings ohne wirklich gefährliche Szenen. Am Ende war Paderborn 8 Kilometer mehr gelaufen, das ist halt mal ein Wort und das war leider auch auf dem Platz zu sehen/spüren.

    Der Start in die Rückrunde also noch nicht signifikant besser als die Hinrunde. die nächsten beiden Gegner Nürnberg und Elversberg werden zeigen, wie stabil der Kohfeld-effekt noch wirkt.

  • Zurück aus der Winterpause

    Kurzer Rückblick auf die fehlenden Berichte:
    Unter Kohfeld hat sich die Mannschaft deutlich stabilisiert. Es gibt inzwischen eine klare erste 11 und eine klare erste 14. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als wenn man diese Saison das Feld von hinten aufrollen und ganz vorne mitmischen kann.
    Dass es aktuell dann doch nur ein Platz im Niemandsland ist, liegt daran dass am letzten Spieltag vor der Winterpause beim Schlußlicht Regensburg mit halber Kraft gespielt (und folgerichtig verloren) wurde.

    Wenn man den Zug nach oben nicht verpassen will, muss die Mannschaft deutlich schneller in die Rückrunde finden als in die Hinrunde.

  • So ein Tag, so wunderschön wie heute

    9 Spieltag. 1.FC Köln

    Vor dem Spiel
    Freitag abend, Flutlicht. Gerade für mich, der durchaus auch größere Sympathien für den #effzeh hat, ein besonderes Spiel. Gegen die bisher beste Offensive der Liga gilt es endlich den ersten Heimdreier einzufahren und den Anschluss ans Tabellen-Mittelfeld herzustellen

    Zum Spiel
    Kohfeld schickt seine Stammelf auf den Rasen. Köln hat den Ball, kommt aber nicht mal bis zum 16er – bis zur 30. Minute nur mickrige 3 Torschüsse von einem Team, dass gegen Magdeburg 33 Mall aufs Tor geschossen hatte.
    Und die Lilien kontern. immer wieder schnell vertikal. Durch die Mitte, über außen -> die hoch aufrückenden Außenverteidiger werden regelmäßig hinterlaufen und die Innenverteidigung steht blank.
    Und dann trifft auch noch Hornby. Wo er in den vergangenen Spielen oft auch mal Pech hatte mit Bällen, die knapp drüber oder knapp an den Pfosten sprangen, sind die Dinger heute drin. Das Zusammenspiel mit Lidberg wird immer besser. 2 Tore, 1 Vorlage, Mann des Spieltags beim Kicker. Balsam für die Seele.

    Fazit
    Wenn Kohfeld eine Blaupause bräuchte, wie er spielen lassen will: Heute war sie zu sehen. es gab sogar noch Chancen, das Ergebnis noch deutlicher zu machen als es eh schon war. Und das gegen einen Gegner, der am Ball wirklich gut spielte – sicherlich besser als Braunschweig oder Nürnberg diese Saison in den vorherigen Heimspielen.
    Sicher hatte man auch etwas Glück, dass Köln taktisch den Rückraum auf außen so frei anbot – aber heute stimmte neben der Taktik auch die Power und die Frische. Bis in die Nachspielzeit hinein.

    Ein wirklich wunderbarer Fussballabend, dessen klarer Sieger in 90 Minuten nie wirklich ungewiss war.

  • Mehr als nur ein Punkt

    8 Spieltag. Karlsruher SC

    Vor dem Spiel
    Wochen der Wahrheit. Auswärts beim bisher ungeschlagenen KSC, danach gegen den 1 FC Köln, das bisher offensiv stärkste Team der Liga. Wenn man den Anschluss ins Mittelfeld nicht verlieren will, müssen auch in diesen Spielen Punkte her.

    Zum Spiel
    Ich habe die erste Halbzeit nicht sehen können, den Zusammenfassungen zu Folge legte der KSC vor wie die Feuerwehr, erst nach und nach konnten die Lilien das Spiel etwas beruhigen. Die zweite Halbzeit, die ich dann im Fernsehen live sehen konnte, sah aber wirklich sehr gut aus von uns. Das Spiel fand quasi in der Karlsruher Hälfte statt – bis zur 70. Minute kam der KSC nicht einmal wirklich über die Mittellinie. Dazu zeigten sich die Lilien auch treffsicher. Dass der KSC dann aus der ersten wirklich Szene direkt das Tor macht ist unglücklich – aber so ist es eben, wenn man (wie Karlsruhe) in Top-Form ist.

    Fazit
    Gegen ein Spitzenteam der Liga so mitzuhalten, das sah schon sehr gut aus. Dass es „nur“ ein Punkt wurde ist in der Tabelle ärgerlich, weil man weiter hinten drin hängt – aber wie dieser Punkt geholt wurde, zeigt klar, dass mehr möglich ist.
    Außerdem scheint sich langsam eine klare erste 11 und auch eine „erste 14“ herauszubilden unter Kohfeld. Sicher für das Team und den weiteren Saisonverlauf eine gute Entwicklung.

  • Die Richtung stimmt, das Ergebnis noch nicht

    7 Spieltag – FC Magdeburg

    Vor dem Spiel
    Der Überraschungssieg auf Schalke hat dem Team (und dem Umfeld) gut getan. Das Beste Mittel für Teambuilding sind Siege. Lidberg zeigt sich sehr effektiv, ein guter Ersatz für Vilhelmsson.
    Magdeburg in der aktuellen Saison noch ungeschlagen und in Top-Form. Die guten Ergebnisse schlagen sich in großem Selbstbewusstsein nieder – beim Spiel in Köln konnte man gewinnen, obwohl man deutlich weniger Spielanteile oder Chancen hatte.

    Das Spiel
    Die Anfangsphase gehört den Lilien, die sich auch schnell mit dem 1:0 durch Lidberg belohnen. Ausgangspunkt war ein mutiger Antritt von Riedel aus der letzten Reihe bis an den 16er. Im Anschluss noch ein Konter der von Corredor nur knapp am Tor vorbeigeschlenzt wurde. Nichts wars mit dem 2:0 und so entwickelte sich ein Spiel in dem Magdeburg viel Ballbesitz hatte aber quasi keine Chancen erarbeiten konnte. Das 1:1 fällt nach einer tollen Einzelleistung durch Burcu (der vor der Saison fast schon bei den Lilien unterschrieben hatte) der von Riedel nur begleitet statt aktiv gestört wurde. Der Schuss in die lange Ecke zu lang für Schuhen, kein Torwartfehler, aber doch ein Ding, das Schuhen in der Vergangenheit auch schon gehalten hat. Halbzeit 1:1. Direkt nach Wiederanpfiff dann das 1:2, wieder Vorarbeit Burcu und in der Mitte ist keiner beim Mittelstürmer. Nach der gelb-roten Karte gegen Magdeburg dann Spiel auf ein Tor, allerdings – es wollte nicht fallen.

    Auffälliges
    Hornby hat sein Tor auf Schalke gut getan. Deutlich präsenter auf dem Platz als in den ersten Spielen. Bei den Pässen auf die Mitspieler noch ohne gute Abstimmung, in der zweiten Halbzeit auch mit etwas Unmut auf der Rängen der Gegengerade. Kohfeldt gibt sich sichtlich Mühe, Hornbys Mentalität zu stärken um ihn in seine Leistungen zu bringen, das Stadion spielt da noch nicht ganz mit.
    Lidberg stark vor dem Tor – ansonsten aber auf dem Feld fast nicht zu sehen.
    Ich finde schon, man merkt der Mannschaft an, dass sie sich selbst und dem neuen Spielsystem noch fremd ist. Die Beine reichen sicher für den Klassenerhalt -> hoffentlich bekommen die Jungs ihren Kopf rechtzeitig klar, damit das auch zum Ende der Saison entspannt klappt.

    Nach dem Spiel
    Mir ist beim Anschauen der Zusammenfassungen im Fernsehen aufgefallen, dass wir über das ganze Spiel mehr und bessere Chancen hatten als Magdeburg. Die xG Werte zeigen 1,6 für Darmstadt und nur 1,3 für Magdeburg. Vor dem Hintergrund der aktuellen Formkurve beider Mannschaften ist die Niederlage dann zwar ärgerlich – für das Geknodder allerdings auch etwas früh. So schlecht sah das nicht aus und je mehr die Jungs zusammenwachsen, desto besser wird das werden. Vielleicht ja schon im nächsten Spiel in Karlsruhe (Achtung: Die sind die Saison auch noch ungeschlagen und haben gerade aus einem 0:3 noch ein 4:4 geholt).