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  • Ein Start nach Maß

    Ein Start nach Maß

    1 Spieltag. Heimspiel gegen den Vfl Bochum

    Vor dem Spiel
    Es ist schon etwas länger her, dass die Lilien mit einem eingespielten und vereinzelt aufgefrischten Kader durch eine Sommerpause gegangen sind. So richtig schmerzhafte Abgänge gabs noch nicht (selbst die mit Wechselspekulationen bedachten Lidberg und Riedel sind noch da und standen auch in der Startelf gegen Bochum.
    Die Liga hat mit Köln und Hamburg im Sommer zwei ihrer „großen Favoriten“ verloren – die Absteiger Bochum und Kiel kommen zwar mit Qualität, aber nicht mit der Vorgabe „muss die Liga in Grund und Boden spielen“. Von unten kommen Teams wie Bielefeld, die ihre Pokalfinalteilnahme direkt in Beine für die neue Saison verwendet haben (z.B. Marvin Mehlem). Das alles macht die Liga noch ausgeglichener als sie eh schon traditionell ist.
    Das erste Spiel der Saison ist dabei dann für alle eine durchaus spannende Positionsbestimmung – wie sortiert sich das Feld. Bei einem Gegner wie Bochum, die mit einem sehr hohen Kaderwert aber auch einigen neuen auf dem Feld antreten ist es meist besser, man erwischt sie früh in der Saison, wenn die Abläufe vielleicht noch nicht ganz rund laufen.

    Spielverlauf
    Bei der Aufstellung gibt’s gleich die erste Überraschung. Die IV wird zwar wie erwartet von Pfeiffer und Vukotic gebildet. Der letztjährige Kapitän Riedel wandert aber nicht auf die Bank sondern auf die rechte Seite auf der Bader wegen Trainigsrückstand und Lopez nach kurzfristiger Verletzung ausfielen.
    Auf der Doppelsechs Akyama mit Klefisch. Marco Richter auf links und Marseiler auf rechts. Ganz vorne Hornby und Lidberg.
    Vom Anpfiff weg wird deutlich, welches Team eingespielt ist (die Lilien) und wer zwar Qualität am Ball aber wenig funktionierende Abläufe hat (Bochum). Besonders auffällig: die neue rechte Seite. Clemens Riedel auf neue Position mit einer Megaleistung – fast so, als wenn die abgegebene Kapitänsbinde mental eine Befreiung für ihn war. Beide Tore in der ersten Halbzeit werden von Riedel mit feinem Pass eingeleitet: Erst auf Hornby, beim zweiten quer auf Richter. Marseiler spielt dem zwei Köpfe größeren Strompf mehrfach Knoten in die Beine. Hinten ist Schuhen zwei mal Spitze und einmal chancenlos beim Gegentor. Bochum mit einigen Ecken – die aber allesamt ohne Gefahr bleiben, weil Pfeiffer und Vukotic ausnahmslos alles wegköpfen, was hoch in den Strafraum kommt.
    Bei den Lilien ist zusätzlich eine Qualität zurück, die wir in den letzten zwei Jahren stark vermisst haben: Die Standard-Stärke. Alle Ecken und Freistöße von Nürnberger kommen auf den Punkt. Belohnt mit zwei Toren und einem Pfostentreffer.

    Fazit
    Das hat Spaß gemacht. Lidberg effektiv und effizient. Mit dem Selbstverständnis und selbstvertrauen, das ein Stürmer hat, wenn’s läuft. Hornby in leicht zurückgezogener Position immer wieder schnell nach vorne. Pfeiffer als wäre er nie weg gewesen. Marseiler schnell und giftig. Riedel auf neuer Position extrem effektiv. Die beiden Neuen (Akyama und Richter) brauchten ein paar Minuten um anzukommen, arbeiten sich aber rein ins Spiel. Die ersten 3 Punkte sind im Sack und man kann die nächsten (auch nicht leichten) Aufgaben etwas entspannter angehen.