Autor: Machste Nocheins

  • Noch schlägt das Herz der Mentalität

    6 Spieltag – Schalke 04

    Da ich leider nur die Zusammenfassungen des Spiels gesehen habe, gibt es heute keine umfassende Betrachtung des Spiels.

    Es bleibt aber festzuhalten: Defensive Stabilität ist noch nicht erreicht. Drei Gegentore in einer Halbzeit ist definitiv zu viel. Andererseits: 5 Tore musst du auswärts auch erst mal schießen. Und aus diesem Rückstand musst du dich auch mental erst mal befreien.

    Dass Hornby sich den Elfer schnappt und so souverän verwandelt spricht auch für sein stabiles Nervenkostüm. Vielleicht schafft er es ja doch, nach den starken Worten von Kohfeld zu seinen Trainingsleistungen diese auch auf den Platz zu bringen.

    Da auch alle anderen im Keller gepunktet haben, brutal wichtige Drei Punkte.

  • Anders, aber noch nicht besser

    5 Spieltag. Eintracht Braunschweig

    Vor dem Spiel
    Ein neuer Trainer ist da. Florian Kohfeld hat eine gute Woche in der Vorbereitung auf das Spiel. Sympathische Auftritte vor den Mikrofonen. Leider muss er direkt zwei Rückschläge verkraften – mit Bader und Will fallen zwei absolute Stammspieler mit Kreuzbandrissen wohl für die komplette Saison aus.

    Spielverlauf
    Die Lilien starten mit einem neuen System, 4-4-2. Und vorne stürmt Hornby. Müller rückt auf die 6, Lopez rechts aussen für Bader. Sonst wenig überraschendes. In der ersten Halbzeit wird deutlich, dass beide Mannschaften stark verunsichert sind. Die Lilien als Heimmannschaft haben zwar mehr vom Ball und in Person Hornby auch zwei, drei gute Chancen, aber richtig zwingend ist das nicht.
    Das 1:0 durch Lopez ist zu diesem Zeitpunkt verdient, kurios ist es trotzdem, weil ein Braunschweiger Spieler zu der Zeit am Boden liegt und sowohl von Schuhen als auch den Betreuern behandelt wird, obwohl der Schiedsrichter (der insgesamt sehr unsicher wirkte) weiterspielen ließ.
    In der zweiten Halbzeit macht Hornby dann sein Tor und jubelt ausgiebig mit der ganzen Mannschaft. Man kann fühlen, welche Last hier von ihm (und Team und Fans) in diesem Moment abfällt. Leider meldet sich dann der VAR und meint in der Entstehung ein Foul gesehen zu haben. Für mich (mit Fanbrille, klar) keine Situation, die man unbedingt pfeiffen muss -> Darmstadt baut von hinten auf, der Braunschweiger verschätzt sich und fällt schon nach hinten, bevor das Bein von Corredor ohne Schwung kommt. Ich meine, kann man pfeiffen, aber ob das hier ein serious missed incident war?
    Danach ist jedenfalls Schluss mit lustig bei Darmstadt. Man merkte, wie immer mehr Unsicherheiten ins Spiel kommen. Braunschweig mit mehr Ballbesitz (und auch in diesem Spiel wieder 4 Kilometern mehr als wir). Zwei Mal Aluminium und einmal Torlinientechnik. 1:1 beim Spiel Not gegen Elend.

    Ich fand auffällig, dass die Lilien den Gegner erst in der eigenen Hälfte erwarteten, Pressing gab es nur vereinzelt, besonders unverständlich gegen einen Gegner der selbst verunsichert schien und so Raum und Ruhe zum Aufbau erhielt.

    Fazit
    Ich befürchte, das Hauptproblem in unserer Situation ist nicht Trainer, sind nicht die Talente der Spieler oder die Taktik mit der wir spielen. Die Jungs haben nach den vielen Niederlagen den Kopf einfach nicht frei. Vielleicht schaut das Präsidium mal in der Kasse nach, ob dort noch ein paar Euro für einen Psychologen liegen, es wäre dringend nötig.
    Und ich sage: die Mannschaft ist nicht fit. Die hohe Anzahl an Verletzungen, die wir in den letzten Monaten hatten und die Tatsache, dass wir in in 6 Spielen in dieser Saison (inkl. Pokal) in der ersten Halbzeit 2 Gegentore gefangen haben, in der zweiten Halbzeit dagegen 10 Stück, sowie die Information, dass wir (außer gegen Nürnberg, wo es etwa gleich auf war) immer 4-5 Kilometer weniger laufen als der Gegner lassen kaum einen anderen Schluss zu.
    Wenn ich Kohfeld wäre, ich würde die Jungs erstmal nur laufen lassen. Wenn der Einsatz nicht stimmt, musst du mit Taktik nicht anfangen. „This is fucking Darmstadt“ – aktuell leider nicht. Auf allen Ebenen. Viel Arbeit, die da noch auf uns zukommt.

  • Ted Lasso und Torsten Lieberknecht

    Die meisten von uns gehen nicht ins Stadion weil dort gewonnen oder verloren wird. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Egal wie es ausging, am nächsten Wochenende stehen wieder 22 Mann auf dem Feld und fangen bei 0:0 an. Wir gehen auch nicht ins Stadion, weil dort der eine oder andere Spieler den einen oder anderen Übersteiger zeigt oder der eine Ball dann direkt in den Winkel fliegt. Dafür passiert beides gleichzeitig in einer Fankarriere zu häufig und im einzelnen Spiel zu selten.

    Aus diesen Gründen funktionieren auch die Kirmesligen in Katar oder USA nicht. Fußball ist mehr als Stars, die gegen einen Ball treten.

    Fußball bringt uns mit unseren Freunden zusammen. Und sie bringt unsere Heimat an einen spürbaren Ort. In diesem Stadion sind 20.000 oder mehr Leute, die das gleiche fühlen wie ich, die von dort kommen, wo ich herkomme, die etwas mit mir verbindet. Und die Kerle unten auf dem Feld sind die Blitzableiter für diese positive Energie. In Ihnen bündelt sich dieses Gefühl. Aufgestellt vom Trainer an der Seitenlinie.

    Damit diese Erzählung funktioniert, reden wir uns ein, dass unsere Mannschaft auch abseits des Platzes gute Freunde sind. Wir reden uns ein, dass der Trainer ein guter Mensch ist, der diese Energie kanalisieren kann und will. In der Serie Ted Lasso wird uns das prototypisch vorgelebt. Alles wird gut, wenn man nur stark genug dran glaubt, dass „das Richtige“ tun auch das Richtige ist.

    Leider ist das echte Leben keine Fernsehserie. Und im Gegensatz zum TL im Film kann TL im echten Leben das Ruder nicht so weit herumreißen, das wenigstens das Gefühl im Stadion stimmt (wenn auch nicht die Ergebnisse).

    Torsten Lieberknecht war verdammt nah dran an meiner Vorstellung davon, wie ein Trainer zu sein hat um zu uns zu passen. Er hat sich glaubhaft auf die Stadt, den Verein und die Fans eingelassen. Er war nicht hier um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen oder zu zeigen was für spezielle taktiktricks er sich ausdenken kann. Er hat sich zu 100% mit der Aufgabe identifiziert und hat mit zwei tollen Saisons (darunter die gefühlt beste Saison meines Fanlebens inkl. Aufstieg in die Bundesliga am Schluss) auch reichen Lohn eingefahren.

    Schon im Laufe der Bundesligasaison schienen im selbst die Argumente auszugehen, wie man die Jungs daran glauben lassen kann, dass wirklich das nächste Spiel wieder bei 0:0 losgeht und man wirklich eine Chance auf einen Sieg hat. Spätestens beim Augsburgspiel war das durch. Ich habe damals im Stadion zu meinen Jungs gesagt, was mein Vater mir früher beim Schraubenanziehen sagte „Nach fest kommt ab“.

    Die neue Saison mit vielen neuen Gesichtern hätte eine Chance auf einen Reset sein können. Gegen Düsseldorf konnte man mithalten, die ersten 30 Minuten gegen Paderborn waren gut. Nürnberg Pech. Aber ja, Elversberg zeigt: aktuell hat es mit dem Reset im Kopf noch nicht geklappt.

    Ich traue Torsten zu, dass er im Gegensatz zur Vereinsführung erkannt hat, dass hier ein echter Reset her muss. Und wenn neue Spieler und neue Liga nicht reichen, dann muss ein neuer Trainer her. Diese Konsequenz für den Verein auch gegen die eigene Person zu entscheiden hat meinen höchsten Respekt. Diese Konsequenz ist selten geworden. Umso dankbarer muss man für Torsten Lieberknecht sein.

    Zum Glück ist dies kein Nachruf. Und für alle unter uns, die in Darmstadt leben wird es wohl auch in den nächsten Tagen, Woche, Jahren noch genug Möglichkeiten geben Torsten Lieberknecht zu treffen, weil die Familie in Darmstadt wohnen bleiben möchte.

    Bei der Auswahl seines Nachfolgers sollte man nun versuchen nicht den Fehler zu machen TL2 zu etablieren. Diese Fussstapfen sind ziemlich sicher zu groß und sie helfen auch nicht beim Reset. Bring mir einen harten Schleifer oder einen schlauen Taktiker. (nach allem was man über Kohfeld liest, passt er ins Schema Taktiker. die fehlende Fännähe finde ich ausnahmsweise nicht mal schlimm)

    Danke Torsten Lieberknecht für eine tolle Zeit. Ich bin selten so gerne ins Stadion gegangen, wie unter deiner Leitung unserer Jungs.

  • Satz mit X

    4 Spieltag. SV Elversberg

    Vor dem Spiel
    Lieberknecht schickte die gleiche Startelf auf den Rasen an der Kaiserlinde wie in der Vorwoche. der Gegner wartet diese Saison ebenfalls noch auf den ersten Dreier. Es war also klar: Für eine Mannschaft gibts Ruhe in der Länderspielpause. Bei der anderen brennt der Baum.

    Das Spiel
    Das Spiel ist schnell erzählt, Elversberg über die komplette Spielzeit williger, griffiger und in den Chancen die sie hatten dann auch effektiver. Während es gegen Paderborn und Düsseldorf wenigstens in der ersten Halbzeit noch ausgeglichen oder sogar Vorteile für die Lilien gab, bevor man in der zweiten Halbzeit dann nachließ, war hier schon nach 2 Minuten Großalarm und nach 5 Minuten Rückstand angesagt. Sportlich ein Tag, an dem für Elversberg alles klappte, was man sich sportlich vorgenommen hatte und der doch auch seine Schattenseiten hatte: Den Kapitän und Torschützen mit Beinverletzung ausgewechselt und einen Innenverteidiger nach Sturz auf den Arm ins Krankenhaus gebracht. Dass ein Spieler auf dem Feld sediert wird um seine Schmerzen zu managen habe ich so auch noch nicht erlebt – zwischenzeitlich war ich mir nicht mal sicher, ob man das Spiel überhaupt zu Ende spielen sollte und kann. Die Elversberger konnten und trafen sogar noch zwei Mal (einmal nach VAR-Eingriff aberkannt).

    Fazit
    So kann es nicht weitergehen. (Wird es ja auch nicht, während ich dies hier schreibe ist schon bekannt, dass Torsten Lieberknecht zurückgetreten ist, hierzu wird es aber noch einen eigenen Artikel geben). Die Mannschaft ist mental fragil und die neue Abwehridee funktioniert überhaupt nicht. Ich bin ja nun wirklich kein Taktikfuchs, aber für mich sieht die Idee des in die 3-Kette integrierten 6ers (defensiven Mittelfeldspielers, erst Gjasula, dann Müller) aus wie 1980 mit Libero. Einen spielstarken Spieler, der von ganz hinten aufbauen soll. Schon klar, alles kommt wieder wie die Mode und die Musik, aber die Idee hat einfach in keine Spiel funktioniert (gegen Nürnberg fiel das nur nicht auf, weil Nürnberg selbst eben auch nichts nach vorne gemacht hat). Bader steht viel zu hoch (beim 1:0 steht der Elversberger dann eben alleine auf rechts aussen am 5 Meter Raum). und die 4 vorne finden keine Verbindung in der Zentrale. Wenn die Mannschaft verunsichert ist (und das ist sie ja offensichtlich), dann musst du einfacher spielen.

    Und es gibt noch eine Zahl, die mich maßlos ärgert: Wir sind in diesem Spiel 5 Kilometer weniger gelaufen als Elversberg. Auch Paderborn ist 5 Kilometer mehr gelaufen als wir. Gegen Nürnberg wars ausgeglichen und schon sah das Spiel optisch besser aus für uns. Wenigstens laufen könnte was helfen. Das war übrigens auch schon eine Zahl, die ich in der letzten Bundesligasaison häufiger mal kontrolliert habe und auch da war die Korrelation deutlich: Wenn wir ordentlich mitgespielt haben, waren auch die Kilometer ok. Wer sich fragt, warum Heidenheim da steht, wo sie jetzt stehen -> die laufen jedes Spiel mehr als der Gegner. So gehts, wenn man die individuelle Klasse nicht hat. Zusammen mit den häufigen Muskelverletzungen die wir haben/hatten, scheinen die Jungs auch nicht richtig fit. Bei 10 Spielern und insgesamt 115 Kilometern läuft jeder Spieler knapp 11 Kilometer pro Spiel. Wenn der Gegner 5 kilometer mehr läuft ist das quasi eine Halbzeit mit 12 Mann. Zusätzlich haben wir (habe ich irgendwo gelesen) die langsamste Innenverteidigung der Liga. Langsamer und weniger Meter. Das ist ne schlechte Kombination.

  • Der erste Punkt.

    3 Spieltag. 1. FC Nürnberg

    Vor dem Spiel
    Der Sportverein hat noch mal nachgelegt und mit Lidberg und Corredor noch einmal offensive Optionen nachgekauft. Bei bestem Fussballwetter standen beide auch direkt in der Startelf. Gegner Nürnberg zum Start mit einem Sieg und einer Niederlage – in der Sommerpause aber mit mehreren Spielern mit Bundesligaerfahrung verstärkt (und mit Miro Klose auf der Bank). sicherlich ein weiterer Gegner mit Ambitionen in dieser Saison.

    Das Personal
    Lidberg statt Vilhelmsson (verletzt), Corredor statt dem zuletzt starken Marseiler. In der IV bleibt Andi Müller statt Gjasula auf dem Feld. Riedel weiterhin Kapitän (obwohl Schuhen auf dem Platz steht).

    Das Spiel
    Man merkt den Lilien an, dass heute Punkte her müssen. Aktiv und zielstrebig geht es nach vorne. In der ersten halben Stunde kommt Nürnberg überhaupt nicht in die Darmstädter Hälfte. Besonders auffällig: die beiden Neuen. Corredor über links und Lidberg über rechts, ballgewand, schnell. Den ersten Versuchen fehlt noch ein bisschen die Kraft, dann kopieren die Lilien den Führungstreffer aus dem Paderbornspiel. Riedel geht mit dem Ball an die Mittellinie, sein Pass auf Lakenmacher wird von diesem mit dem Rücken zum Tor in Richtung 16er verlängert. Lidberg nimmt seinem Gegenspieler auf 10 Metern 2 ab und vollstreckt trocken in die Kurze Ecke. Weitere Tore gibts nicht, weil die Lilien bei Ecken ungefährlich sind und Schuhen bei einem schnellen Nürnberger Konter auf dem Posten ist.
    Auch in der zweiten Halbzeit geht es nur in eine Richtung: Aufs Nürnberger Tor. Deren Torhüter mit einigen herausragenden Paraden, so dass es beim einen Lilientreffer bleibt. Unglücklicherweise reicht das nicht zum ersten Heimsieg, weil Nürnberg einmal mit schnellem Direktspiel kontert und mit einem Sonntagsschuss aus der zweiten Reihe auf 1:1 stellt.

    Fazit
    Ein sehr starker Auftritt der Lilien. Spielerisch sicher das Beste, was wir seit fast einem Jahr gesehen haben (seit der 1. Halbzeit gegen Gladbach). Corredor und Lidberg erfrischend effektiv (wenn auch noch nicht effizient). Riedel mit einer Performance die seinen Kapitänsrang auch auf dem Feld unterstreicht. Mir hat auch Lakenmacher gut gefallen. Viele Ballgewinne in der ersten Position. Die Innenverteidigung makellos, Andi Müller mit sehr gutem Spiel. Schuhen wenig geprüft, aber zwei Mal spitze (beim Gegentor machtlos). Wenn die Jungs sich weiter einspielen und den Kopf freibekommen, kann das doch noch eine ordentliche Saison werden.

  • Der erste Saisonsieg ist da!

    1. Runde DFB-Pokal. Teutonia Ottensen

    Sie können es ja doch noch. Ein souverän und entspannt herausgespielter verdienter Sieg in einem Pflichtspiel. Dass der Kopf noch nicht komplett frei ist, zeigt sich daran, dass man nach dem Anschlusstreffer Anfang der zweiten Halbzeit doch etwas geschockt war und erst das Tor zum 3:1 wirklich den Deckel drauf machte.

    Natürlich kann Teutonia Ottensen nicht der Qualitätsmaßstab für die Saison sein, aber auch in solchen Spielen muss man die Dinger erst mal machen. Ottensen mit 9 defensiven Spielern hinten drin, der Sportverein mit Ball und ruhigem klaren Spiel in un- bis halbgefährlichen Räumen. Die ganz großen Chancen gab es erst mal nicht bis Klefisch einen Sonntagsschuss auspackte und das Eis brach. Danach lief alles ganz entspannt in eine Richtung, das 2:0 nach Elfmeter Nürnberger fast ein bisschen wenig im Ergebnis der Überlegenheit. Ottensen nur mit einem Konter und Schuss von der Strafraumkante, den Niemczicki nur nach vorne prallen liess (ohne Folgen, weil er sich direkt danach gut in den Nachschuss warf). Die Unaufmerksamkeit in der eigenen letzten Linie leistete sich dies mal Nürnberger (auch davor schon ein/zwei Mal wackelig), was direkt mit dem 2:1 bestraft wurde.

    Positiv auffällig wieder mal Marseiler – wenn nach vorne etwas ging, dann über ihn. Positiv auch Vilhelmsson wieder mit einem Tor (auch wenn er sonst das Spiel über blass blieb). Aber ein Stürmer der immer trifft, selbst dann wenn er keinen guten Tag hat, passt mir sehr gut. Die beiden Neuen Lidberg und Corredor mit ein/zwei guten Bewegungen. Mir gefällt auch Lakenmacher ganz gut in seiner Rolle als Ball-Festmacher. Wenn er seine 90%er dann auch noch reinmacht scheint der erste Sturm zu stehen.

    Andi Müller in der IV ging in diesem Spiel gut, ich persönlich wäre eher bei den eingewechselten Zimmermann oder Maglica. Aber so eine Saison ist lang, schon okay, wenn man da ein bisschen Optionen hat.

    Nun also auf in die zweite Runde, dann bitte gegen einen Bundeligisten.

  • Neue Besen kehren nur 30 Minuten gut

    2. Spieltag. SC Paderborn

    Vor dem Spiel
    Das erste Auswärtsspiel der Saison zum aktuellen Lieblingsgegner. Die letzten 5 Begegnungen gingen alle an den SVD. Plus: Die Sonne scheint und (bis auf die Langzeitverletzen) die komplette Kapelle vor Ort. Optimale Voraussetzungen für die ersten Punkte dieser Saison.

    Das Personal
    Lieberknecht beendet das Experiment mit Bader auf der 8 und zieht ihn wieder zurück in die Außenverteidigung. Lopez bleibt dafür auf der Bank. Vorne starten wir offensiver, Lakenmacher neben Vilhelmsson und Marseiler auf der 10 dahinter.

    Das Spiel
    Darmstadt legt los wie die Feuerwehr. Vorne mit starkem frühen Pressing, hinten sicher. In den ersten 25 Minuten spiel nur eine Mannschaft und das ist Darmstadt. Klefisch spielt einen schönen Steilpass auf Vilhelmsson und der netzt kalt wie eine Hundeschnauze. 1:0 hochverdient.
    So ab der 30 Minute kommt Paderborn dann langsam in bessere Positionen (besonders nach Standards), trotzdem gehen wir mit der Führung in die Halbzeit.
    Paderborn wechselt zu Halbzeit und drückt uns in die eigene Hälfte. Individuelle Unachtsamkeiten (u.a. mal wieder Gjasula mit einem zu kurzen Rückpass auf Schuhen (dies mal ohne direkte Folgen, weil Schuhen um Zentimeter vor dem Paderborner stürmer am Ball ist). Dann schlägt Gjasula am Strafraum über den Ball. Ausgleich. Die Tore 2 und 3 für Paderborn fallen nach körperlosem Spiel unsererseits. Auf der Gegenseite setzt Hornby einen vergleichbaren Ball nur an den Pfosten. Lakenmacher einen Flugkopfball auf den Keeper.

    Fazit
    Grundsätzlich begegnen wir den Gegnern (beide ja mit Ambitionen diese Saison) durchaus auf Augenhöhe. Aber man merkt schon, dass da noch einiges an Abstimmung und Eingespieltheit fehlt. Die Ansage von Lieberknecht, man wolle diese Saison ein stabileres System spielen sehe ich aktuell noch nicht. Grundordnung und Personal offensichtlich noch in Findungsphase. Dabei machen die „Neuen“ (Lakenmacher, Marseiler, Klefisch, Will) bisher einen sehr ordentlichen Eindruck. Die als Säulen vorgesehenen Schuhen und Gjasula leider sehr wackelig. Ich glaube auch, Gjasula braucht eine Pause für den Kopf nach der EM. Und in der letzten Reihe ist er meiner Meinung nach zu gefährlich. Und es gibt noch eine Zahl, die mir (wie schon die gesamte letzte Saison) Sorgen macht: Wenn der Gegner wie gestern 5 Kilometer mehr läuft als Du, nimmst du keine Punkte mit. Wenn man bedenkt, dass die Gegentore diese Saison alle in der zweiten Halbzeit gefallen sind sieht es so aus, als wenn die Jungs noch nicht richtig fit sind.

  • Ist das schon die neue Saison?

    1. Spieltag. Fortuna Düsseldorf

    Vor dem Spiel
    Stadion ausverkauft, Wetter warm aber diesig und beim Catering fallen (mal wieder) die Kartenlesegeräte aus. Die Sommerpause ist vorbei und es fühlt sich an, als wäre man nie weg gewesen. Auswärtsblock gut gefüllt und auch schon vor Anpfiff sehr stimmgewaltig. Diese Saison in der zweiten Liga bringt stimmungstechnisch vermutlich mehr Leben in die Bude als große Teile der letzten Saison

    Das Personal
    Lieberknecht mit fünf Neuzugängen in der Startelf. Die Namen sind nach der Vorbereitung in etwa die Elf, die zu erwarten waren. Eher unerwartet allerdings die Position auf denen sie spielen. Matthias Bader und Sergio Lopez spielen beide auf rechts. Bader damit noch weiter vorne, also eher auf der 8 statt auf der rechten Außenbahn. Marseiler auf links und Vilhelmson als einzige Spitze.

    Das Spiel
    Ein typisches „Eröffnungsspiel“. Beide Mannschaften scheuen das Risiko. In der ersten Hälfte schiebt sich Düsseldorf den Ball an der Mittellinie hin und her. Die Lilien stehen tief und laufen mit. Gefahr quasi nur bei Standards, beide Torleute können sich einmal auszeichnen. Zur Halbzeit 0:0, auch in der Höhe verdient. In der zweiten Halbzeit leistet sich Nürnberger ein dusseliges Foul an der Seitenlinie, der Freistoss wird auf die kurze Ecke gezogen und Vuscovic trifft ins eigene Tor. Im Anschluss die Lilien aktiver, beste Szene allerdings auch hier nach einem ruhenden Ball. Der eingewechselte Hornby per Kopf und Klefisch aus spitzen Winkel im Nachschuss, zwei Mal stark gehalten vom Düsseldorfer Schlußmann. Der eigentlich für die neue U21 vorgesehene El Idrissi wird eingewechselt, hat zwei drei schöne Szene nach vorne bis Gjasula einen Rückpass zu Schuhen spielen will, der etwas zu langsam angesetzt ist. An der Mittellinie hält ElIdrissi den Düsseldorfer Stürmer fest bis Schuhen den Ball klärt. Der Schiedsrichter gibt gelb (wohl weil noch weit vor dem Tor, keine Ballberührung durch Düsseldorf und Schuhen entgegen ging). Geht dann aber zum Monitor und wandelt gelb in rot wegen Notbremse. Aus meiner Sicht ist rot ok, wenn er direkt auf dem Feld so entscheidet. Wieso der VAR hier eingreift obwohl die Situation auf dem Feld bewertet wurde verstehe ich nicht. Für ElIdrissi natürlich brutal hart. Schön zu sehen, dass die komplette Auswechselbank ihn empfangen und in den Arm genommen hat. Eher unschön, dass es dabei dann noch mal gelb gab. Nunja. In Unterzahl ging dann nichts mehr und Düsseldorf erzielte nach gefühlt 20 Pässen in Folge das entscheidende 0:2.

    Fazit
    Willkommen in der zweiten Liga. Zwar wird nicht mehr jede Unaufmerksamkeit direkt mit einem Gegentor bestraft, aber auch hier geht es ordentlich zur Sache. Marseiller auf links hat mir sehr gut gefallen. Bader auf seiner neuen Position nicht. Vuscovic mit einem guten Spiel, Eigentor natürlich maximal unglücklich. Wenn man davon ausgeht, dass Düsseldorf zu den ambitionierteren Mannschaften der Liga gehört kann man sich freuen, dass man über weite Strecken stabil gegenhalten konnte. Aber das war gefühlt ja schon in der letzten Saison so. Irgendwie mithalten bis der Gegner halt ein zwei Buden macht. Hoffnung macht ein bisschen, dass wir auch in der letzten Zweitliga Saison mit einem 0:2 inkl. Platzverweis gestartet sind.

  • Eine neue Liga ist wie ein neues Leben

    Oder auch ein neuer Blog. Ich habe ja in der Vergangenheit schon ab und zu mal was in dieses Internet geschrieben. Zum Thema Fussball, zum Thema Werbung und auch ein bisschen was zum Thema SV Darmstadt 98.

    Leider war es in der Vergangenheit so, dass ich neben meinem „normalen“ Leben nicht regelmäßig zum Schreiben gekommen bin. Aber wie heißt es auf dem Platz? Weiter, immer weiter!

    Mein Ziel ist es hier ein bisschen weiteren Content rund um den SV Darmstadt 98 zu schreiben. Beobachtungen aus den Spielen, meine Meinung zu Transfers und allgemeines zu Stimmung und Fanszene.

    Auch wenn der Schwerpunkt auf den Lilien liegen wird, wird es vermutlich auch den einen oder anderen Post aus dem Allgemeinen Fußballgeschehen geben. Quasi das, was ich bisher auf twitter als @machstenocheins gepostet habe in Langform. Irgendwie muss man ja mit dem Niedergang von twitter umgehen.